Vitrektomie / Glaskörperentfernung

Was ist eine Vitrektomie?

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Die Vitrektomie bezeichnet eine Operationsmethode zur Entfernung des Glaskörpers. Dies kann bei unterschiedlichen Sehstörungen und Krankheitsbildern des Auges erforderlich sein.

Für die Vitrektomie werden sehr feine, mikrochirurgische Instrumente verwendet, welche über ein Trokarsystem in das Auge gelangen. Mit Hilfe eines Saug-Schneide-Gerätes, dem s.g. Vitrektom, kann der Glaskörper mühelos entfernt werden. Ersetzt wird dieser idR mit Wasser oder, je nach Notwendigkeit, einer anderweitigen Tamponade (z.B. Luft, Gas oder Silikonöl). Welche Tamponade im Einzelfall die beste für Ihr Auge ist, stellt sich häufig erst während der Operation heraus.
 
Aufgrund der sehr feinen Instrumente ist eine Naht der Zugangswege idR nicht erforderlich.

Welche Krankheiten werden per Vitrektomie behandelt?

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Neben der Behandlung von Makulaerkrankungen (z.B. Epiretinale Gliose, Makulaforamen oder vitreomakuläre Traktion) kommt die Vitrektomie auch bei Notfällen wie der Netzhautablösung und der Glaskörperblutung zum Einsatz.

Das Ziel der Vitrektomie hängt vom zugrundeliegenden Krankheitsbild ab. Bei einer epiretinalen Gliose wird die störende Gliosemembran von der zentralen Netzhautoberfläche entfernt. Bei einer Netzhautablösung hingegen wird die abgelöste Netzhaut wieder an der Augenwand fixiert. 

Wie erfolgt die Betäubung bei einer Vitrektomie?

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Eine Vitrektomie kann sowohl in Vollnarkose als auch in lokaler Betäubung erfolgen. Aufgrund der OP-Dauer (je nach Ausmaß der OP idR zwischen 20 und 60 Minuten) und der sehr feinen, mikrochirurgischen Technik wird eine Vollnarkose vom Patienten jedoch meist bevorzugt.

Wie ist das Sehen direkt nach der Vitrektomie?

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Direkt nach der Vitrektomie ist das Sehen des operierten Auges meist verschwommen. Abhängig vom Krankheitsbild und der verwendeten Tamponade (z.B. Wasser, Luft, Gas oder Öl) ist die Sehkraft unterschiedlich.

Wurde während der Vitrektomie Luft oder Gas als Tamponade in den Glaskörperraum eingegeben, ist die Sehfähigkeit abhängig vom Ausmaß der Füllung. Solange mehr als die Hälfte des Auges mit Luft oder Gas gefüllt ist, wird die Sehkraft nur schemenhaft möglich sein. Beschrieben wird dieser Zustand häufig als Blick "unter Wasser" bzw. "wie durch ein Bullauge". Mit abnehmendem Tamponadefüllung des Auges wird häufig ein wackelnder Spiegel bzw. eine kleine werdende, bewegliche Kugel oder Blase wahrgenommen, welche sich in das untere Gesichtsfeld verlagert und nach einiger Zeit verschwindet.

Die Dauer der Seheinschränkung ist abhängig von der verwendeten Tamponade:

  • Luft-Tamponade: schlechtes Sehen für ca. 3-4 Tage, Verschwinden der Luftblase nach max. 7-10 Tagen
  • SF6-Gas-Tamponade: schlechtes Sehen ca. 7-10 Tage, Verschwinden der Gasblase nach max. 21-28 Tagen
  • Öl-Tamponade: Sehen meist etwas eingeschränkt, jedoch mit Korrektur möglich

Was kann ich im weiteren Verlauf erwarten?

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Die Vitrektomie stellt eine standardisierte und sichere OP-Methode dar. Je nach Krankheitsbild und Ausprägung kann die Sehkraft stabilisiert oder auch verbessert werden. Bei einer Netzhautablösung kann die Vitrektomie eine Erblindung des Auges verhindern.

Nach einer Vitrektomie bei epiretinaler Gliose oder Makulaforamen kann es noch bis zu 12 Monate nach erfolgreicher OP zu einer langsamen Verbesserung der Sehkraft und Abnahme der Verzerrungen kommen. 

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